KW 52 – 2018 Da war noch was!

Weihnachten… Weihnachten verbrachte ich dieses Jahr wieder, mit unseren Eltern, bei meiner Schwester und Familie. Das heißt eigentlich nicht wirklich Weihnachten, sondern den berühmten Heiligen Abend. So richtig mit vielen Geschenken und so. Ich bin da ganz schlecht drin. Also mit dem Schenken auf Kommando. Und dann ist da ja auch noch das fehlende Familiengen. Ob es das wirklich gibt, dieses Gen?

Als Kind fand ich Weihnachten natürlich klasse, so wie wohl alle Kinder. Wir durften nicht ins Wohnzimmer bis alles fertig war und Mama ging mit uns in die Kirche zum Krippenspiel, damit der Weihnachtsmann die Geschenke bringen konnte. Später ging es mit meinem damaligen Freund von einer Familie zur anderen. Ich habe diese Rumfahrerei an den Feiertagen immer gehasst! Von wegen besinnlich!

Als ich dann wieder alleine war, wurde Weihnachten endlich cool. Ich lud alle meine Freunde ein und wir schleppten einen Weihnachtsbaum nach oben in die Wohnung. Einmal bekam ich einen geschenkt, der als Dekoration den ganzen Advent in einem Geschäft gestanden hat. Als wir den nach oben geschleppt hatten, war er deutlich dünner und eine dicke Spur grüner Tannennadeln zog sich durchs Treppenhaus.

Wir waren alle Single und feierten mit viel Sekt und lauter Musik unsere Zeit. Es wurde immer viel zu spät bis wir das Raclette auf dem Tisch hatten. Und wir waren nie pünktlich zur Mitternachtsmette in der Kirche. Hätte uns, zumindest beim ersten Mal, ja auch jemand sagen können, dass die nicht erst um Mitternacht anfängt. Danach sinnierten wir die ganze Nacht und jeder musste sagen wofür er dankbar ist in diesem Jahr.

Bei meiner Schwester gab es keine Musik, dafür erfuhr ich, dass einer ihrer Hunde vor drei Monaten gestorben ist. Es gab Kaffee und Waffeln, später wurden die Geschenke reihum ausgewürfelt, alle freuten sich und dann gab es einen Braten mit Rotkohl und Klößen. Und auch wenn die echten Kerzen gar nicht angezündet wurden, sah der Weihnachtsbaum sehr schön aus. Wir hatten viel Spaß und Zeit miteinander.

Ich hatte beschlossen bei meinen Eltern zu übernachten. So fuhr ich sie nach Hause und dort saßen wir dann noch bis spät in die Nacht bei Rotwein und Bier. Erzählten Geschichten, guckten im Internet nach alten Lieben der Beiden und lachten herzhaft im Kerzenschein des Baumes. Es war ein schönes Fest! Ob ich das jetzt in kommenden Jahren auch so mache, kann ich nicht sagen. Ich hätte auch mal Lust wegzufahren.

Wieder zuhause musste ich erstmal ausruhen. Besinnlichkeitsbad, Pflegeprogram, Kamin an und dann machte ich es mir mit Quietschi und vielen Kerzen auf dem Sofa gemütlich. Am 2. Weihnachtstag besuchte ich mit einem riesen Topf Suppe Gerd, der sich sehr freute das er nicht alleine sein musste. Auch wir quatschten und spielten Karten bis in die Nacht. Natürlich mit einer gepflegten Auswahl guter Weine.

Bevor ich gefahren bin, hatte ich noch allen lieben Menschen eine kleine Überraschung in den Briefkasten gesteckt. Ich hab Freude an sowas! Und einen Abend waren Bine und Gerd bei mir und das wurde auch feucht fröhlich. Jetzt Sonntag bekam ich ganz plötzlich eine übelste Zahnfleischentzündung. Ich holte mir von Isa was zum Spülen und Schmerztabletten. Doch nach einem Glas Sekt brauchte ich das gar nicht mehr…. Irgendwas ist doch immer!

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