02 – 2019 Was die Karten sagen?

Immer wenn ein Jahr neu beginnt schaue ich was die Karten zu sagen haben. Nicht professionell. Einfach so. Ich ziehe drei Karten aus dem Tarot-Stapel. Sicher… ich könnte nachsehen wie man Tarot-Karten richtig legt, doch das kann ich mir eh nicht merken. Als ich das Spiel vor ewigen Zeiten mit einer Zeitschrift gekauft habe, habe ich es versucht. Ganz schön kompliziert. Genau wie die Deutung. Ich hatte sogar mal ein Buch darüber. Es ist weg. Geblieben sind nur die Karten und ich denke wenn sie mir was zu sagen haben, tun sie es auch so, egal wie ich es mache.

Ich verteile die Karten also verdeckt auf meinem Bett. Schüttele, verschiebe, mische, wische sie über- und untereinander und breite sie so aus, dass irgendwie kreuz und quer alle zu sehen sind. Ich nehme mir die Zeit über das alte Jahr nach zu denken und mich zu fragen was das neue bringen wird. Aber nicht zu lange, ein paar Minuten müssen reichen. Es soll ja nicht ausufern, mein kleines Ritual. Manchmal greife ich einfach nur zu, diesmal ließ ich meine Hand langsam darüber gleiten und versuchte zu spüren welche Karte zu mir will. Doch dafür reicht meine Spiritualität nicht.

Meine Hände wurden nicht warm und die Finger haben auch nicht gekribbelt oder gezuckt. Keine Karte hat sich bewegt oder Blinkzeichen gegeben. Quietschi kann das besser. Als sie auf das Bett gehupft kam, haben sich gleich mehrere Karten bewegt. Dann suchte ich mir nacheinander drei aus. Die erste trug den Titel Vergangenheit. Eine Frau in einem Kleidchen schaut sich erschrocken um und läuft offensichtlich vor mehreren dunklen Schattenhänden davon. Uhhh… wie gruselig. Doch bei genauer Betrachtung ist dort wo sie hin läuft ein Streifen helles Licht zu sehen.

Die zweite hieß Verlust. Diesmal sitzt eine nackte Frau traurig auf dem Boden, hat den Kopf auf die angewinkelten Knie gelegt und die Arme darum geschlungen. Der Hintergrund sieht aus wie ein dunkelgrau gefliestes Badezimmer oder eine Zelle. Brrr… auch so düster. Jemand legt Ihr eine Hand auf die Schulter. Nummer drei war Mut. Diese Karte kommt in frischen Orangetönen daher und wieder eine Frau schreitet erhobenen Hauptes, mit einem kappen weißen Kleidchen und Messer an der Hüfte, an einer Gruppe Löwen vorbei, die im Hintergrund auf die Wand gezeichnet sind.

Kann es sein das es eine Frauenzeitschrift war, die mir diese Karten damals beschert hat? Sowas wie Femmefatale oder so? Sollte ich mir so etwas tatsächlich mal gekauft haben?

Die Bildchen sind schön gezeichnet und passen gut zu der jeweiligen Bedeutung. Doch ich empfand meine Karten erstmal als ziemlich „Dunkel“, auch wenn der Mut Mut machen sollte. Außerdem dachte ich plötzlich, dass ich Vorjahr irgendwie auch solche Karten gezogen hatte. Ich kramte das Foto raus, ich mache immer Fotos davon damit ich später nochmal drauf gucken kann. Und siehe da, im letzten Jahr hatte ich auch Mut und Verlust an der gleichen Stelle. Als erste Karte jedoch Verantwortung. Nun kann ich mir immer wieder Gedanken darum machen was mir das sagen will.

Als Bine zu Besuch kam, zog sie drei schöne, helle, fröhliche Karten mit Titel Der Mann, Kreativität und Sex. Na toll! Das konnte ich nicht so auf mir sitzen lassen. Meine nächsten Karten waren dann wenigstens auch hübsch gelborangerot gefärbt und hießen zumindest mal Die Frau, Ausstrahlung und Offenheit…. Irgendwas ist doch immer!

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