07 – 2019 Das Eichhörnchenfutterhaus.

Seit ich hier wohne versuche ich die Eichhörnchen mit Leckereien zu füttern. An der Eiche, an der ich das süße Tier manchmal sah, legte ich erst einfach ein paar Erdnüsse auf den Boden. Ich freute mich als sie morgens weg waren. So stellte ich an verschiedenen Stellen Tellerchen auf. Doch dann merkte ich, dass es die Krähen waren. Ich stellte eine Kiste aufrecht und darauf ein kleines Vogelhaus. Die Krähen bekamen das schnell raus, obwohl die Fläche zu klein war zum drauf hüpfen, kriegten sie es hin. Ich hängte das Vogelhaus auf. Dann sah ich manchmal das Eichhörnchen darin. Doch die Krähen flogen auch das an. Ich sah sie auf den dünnsten Ästen balancieren, um an das Futter zu kommen. Jeden Meisenknödel (die Piepmätze sollten ja auch Futter haben) rissen sie vom Baum, verschleppten ganze Netze mit Futter drin. Selbst aus einer Kokosnuss, die ich frei an den Baum nagelte, klauten sie im Flug die Nüsse. Nur manchmal sah ich das Eichhörnchen sich eine Nuss holen. Die Krähen waren einfach immer schneller.

Dann beschloss ich ein Futterhaus zu bauen. Gesehen hatte ich so eines schon mal. Kann man ja mittlerweile in jedem Baumarkt kaufen. Gerd hatte sein Holzhaus neu verschalt und ich holte mir etwas von den Holzresten. Die würde ich für die Seitenwände und das Dach verwenden. Außerdem fand ich noch eine größere Platte für den Boden. Einen Platz, wo es hin sollte, hatte ich auch schon gefunden. Am Waldrand, gut von mir aus zu sehen, war ein Steinpfosten. Der stand da einfach so rum. Bisher ohne Sinn. Gerd und sein Bruder arbeiteten gerade an einem anderen Haus und so schleppte ich alles dorthin. Ich brauchte eine Säge und einen Akkuschrauber. Das schwierigste war die Halterung. Holz war dort noch genug. Wir bauten also eine Art Tunnel der über den Pfosten gestülpt werden sollte. Darauf die Bodenplatte schrauben war Maßarbeit, da die Schrauben ja auch das Holz des Tunnels treffen sollten. Wir maßen es genau aus und malten Linien oben sowie unten auf die Platte, setzten den Tunnel an und schraubten von oben.

Um die Seitenwände fest zu bekommen, hatte ich ein kleines Vierkantholz, das, auf die richtige Länge geschnitten, als seitliche Pfosten an allen vier Ecken geschraubt wurde. Daran kamen Rück- und Seitenwände. Hierfür hatte Gerds Bruder ein Nagelschussgerät. Sehr praktisch das nicht alles schrauben zu müssen. Die Rückwand ist höher als die Seitenwände, damit das Dach eine Schräge bekommt. Dazu brauchten wir vorne und hinten je einen Querbalken. Hierzu diente wieder das Vierkant, in einem 45 ° Winkel quer durch gesägt. Vorne sollte das Häuschen fast zu sein, damit die Krähen nicht sehen was darin ist, und auch durch die überstehende Dachschräge nicht dran kommen. Das letzte Stückchen Vierkant diente nun als Halterung, so angeschraubt das ich ein Brettchen dahinter schieben kann. Wie eine Schiebetür, so kann ich es aufmachen um das Häuschen zu reinigen, oder Futter hinein zu legen. Es bleibt nur ein schmaler Spalt unter der Dachschräge offen, durch den das Eichhörnchen schlüpfen kann.

Erst habe ich die Erdnüsse abgezählt darein gelegt, damit ich nachprüfen konnte ob was fehlt. Die ersten zwei Tage fehlte nur je eine Nuss. Dann guckte ich ein paar Tage nicht nach. Das Häuschen war leer. Nun stehen darin ein Schälchen mit Wasser, ein wenig Vogelfutter und ganz viele Nüsse. Ich kann vom Bett aus, mit meinem Kaffee in der Hand, beobachten wie das Eichhörnchen pünktlich um sieben Uhr morgens zum Frühstücken kommt. Manchmal klettert es auch in das Vogelhäuschen. Die Krähe hupft nun auf dem Boden rum und begreift langsam dass es für sie nichts mehr zu holen gibt…. Irgendwas ist doch immer!

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8 Kommentare zu „07 – 2019 Das Eichhörnchenfutterhaus.

    1. haha… ja das Eichhörnchen findet n weg. aber die krähen sind auch so superschlau. holen alles weg wo sie rankommen. ich mag sie ja auch irgendwie… aber nicht wenn sie das eichhörnchenfutter stehlen! guck gerne mal den Beitrag waldbewohner….

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