04 – 2020 Alles wie immer!?

Was ist das nur für eine Zeit gerade! Das Corona-Virus hält die ganze Welt in Atem, bzw. im Stillstand. Und bei mir? Eigentlich ist bei mir alles wie immer. Ich habe gerade keine Aufträge zu erfüllen, das habe ich sonst auch öfter mal nicht. Ich feiere mit meinen Freunden sonst auch nicht jeden Tag. Und meinen Vater besuche ich auch nicht jede Woche. Einmal in der Woche einkaufen reicht mir schon längst. Und spazieren gehe ich am liebsten alleine oder zu zweit. Also ist eigentlich bei mir alles wie immer. Eigentlich.

Es fühlt sich allerdings komplett anders an! Und es ist anders. Das mal eben mit Freunden schnacken, ohne sie zur Begrüßung zu umarmen, mit 2 Meter Abstand voreinander stehend. Das alleine spazieren gehen und dabei den schmalen Gang um den See herum meiden. Der Besuch bei Papa, ohne Küsschen und mit der vorherigen Recherche ob ich das überhaupt darf. Das Einkaufen, darauf achtend das in dem Gang gerade keiner entgegen kommt, wie Slalom laufen. Es ist eben doch nicht wie immer. Sondern anders.

Auch wenn ich gut mit mir selber sein kann, die kleinen Feiern ab und an fehlen doch. Sonst sitze ich auch öfter alleine vorm Feuerkorb, doch ertappe ich mich nun beim Kopfschütteln darüber, das andere feiern und grölen. Und bei der Frage, ob man das nicht melden müsste. Habe ich nicht getan. Stattdessen habe ich mir den fantastischen Sternenhimmel angesehen, der Musik gelauscht die von irgendwo herkam, und eine Sternschnuppe gesehen. Und mir dabei etwas sehr persönliches gewünscht. Ganz egoistisch.

Wobei ich nie weiß, ob das mit dem Wünschen überhaupt gilt. Denn so schnell wie die Sterne fallen kann man ja gar nicht wünschen. Das heißt der Wunsch wird immer danach formuliert. Und dann muss man ja auch aufpassen WAS man sich wünscht und WIE man den Wunsch formuliert. Nicht das man vom Universum nachher was ganz anderes serviert bekommt, als man eigentlich wollte. Und darf man solche Wünsche korrigieren, ausbessern? Auf jeden Fall war es eine ganz dicke Schnuppe und schön sah sie aus.

Die Hochzeit meiner Freundin ist komplett abgesagt, bzw. verschoben auf irgendwann nach der Pandemie. Somit auch der Junggesellinnen-Abschied und alles was dazu gehört. Das Kleid ist wieder eingetütet und die neuen Schuhe sind im Karton geblieben. Der neue Ausweis kann warten, muss er auch, denn das Gemeindebüro hat geschlossen. Keiner schickt mir Aufträge und ich brauche keine Rechnungen schreiben, nur bezahlen muss ich trotzdem alles Mögliche. Ich kriege das hin. Wozu hab ich was gespart.

Ich träume oft und lebendig. Bin dann quasi in einer Parallelwelt. Mit der Zeit habe ich gelernt sie für mich zu deuten. Das ist spannend. Gleich nach dem Aufwachen, wenn ich den Traum und die Bilder noch weiß, finde ich oft gute Hinweise. Manche Träume behalte ich länger im Gedächtnis, andere sind schnell vergessen. Ich träume Träume auch mehrfach, oder komme in gleiche oder ähnliche Situationen und Orte. Natürlich werden die Träume durch mein echtes Leben beeinflusst. Und zur Zeit träume ich Corona.

Die Wohnwagensaison ist auch erstmal ausgebremst. Wann und ob überhaupt dieses Jahr das Campen an der Nordsee möglich ist werden wir erst noch erfahren. Normalerweise hätte mit dem Aufbau am Wochenende vor dem 1. Mai begonnen werden können. Das wird nix, mit Sicherheit nicht. Und so liegt mein extra neu bestellter Windschutz auf meiner Terrasse unter dem Tisch und harrt, genau wie wir alle, der Dinge die da noch kommen werden. Doch auch wenn nichts mehr wie immer ist…. Irgendwas ist doch immer!

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